Erstes Testspiel Colours and Guns

Auf der Worlds habe ich mir das neue napoleonische Regelwerk Colours and Uns aus dem Hause Magister Militum gegönnt, zusammen mit einer Starterarmee 10mm Franzosen, Da 10mm der einzige Maßstab ist, in dem ich noch nichts napoleonisches hatte und die Figuren auf der Basierung richtig gut aussehen.

Die Regeln verwenden eine Warmaster Grundengine haben diese aber deutlich aufgebohrt und verbessert.

Gespielt werden Bataillone, dies hat den Vorteil, dass man auf dem 10mm Sachen die ganzen Uniform-Unterscheidungen für Regimenter und Kompanien gut anbringen kann.

Keine Base sieht also wie die andere aus, und der kleine Hobby-Historiker erkennt das Jahr und die Einheit an der Uniform auf einen Blick.

Da man also 6 Basen à 6 Figuren für ein Battalion braucht und so 10+ Einheiten für ein Spiel, bin ich mit meinen Franzosen 1815 noch nicht fertig, um jetzt aber trotzdem die Regeln testen zu können, habe ich kurzhand meine 5mm 1806 Preussen und Franzosen umbasiert. und auf vergleichbare Basen geklebt und ... es geht!

Als erstes Spiel habe ich eine etwas einfachere Version der Regeln genommen und die Charakteristika der Generäle weggelassen und allen einen Wert von 8 gegeben. 

Ein Blick von oben auf das Schlachtfeld links die Preussen, rechts die Franzern, an den Rändern ein paar Felder und ein Moor, zwei Gehöfte und eine Stadt.

Diese sind mit einer Strasse mit den langen Tischkanten verbunden, dort sind die Kommunikationspunkte der Armeen.

Die 6 französischen Battailone (in 2 Brigaden) in Angriffskolonne, rechts eine große Batterie und dazwischen die Reiterei: Chasseurs, Kürassiere und Dragoner.

Die Preussen stellen sich breit auf, die Artillerie im Zentrum, die Kavallerie in Reserve.

 

Die große Batterie der Franzosen trifft bei der ersten Kanonade gut, insbesondere die Haubitze.

Ein Treffer schlägt sogar bis in die Kürassiere durch.

Danach rücken beide Infantriebrigaden vor. Gut dass man sich auch mal verwürfeln kann, solange man noch ADCs hat, der Rerolls ermöglicht.

Die Kavallerie deckt die Lücke zwischen Artillerie und angreifender Infanterie.

Jetzt sind die Preussen am Zug, sie lassen die Artillerie abprotzen, schwenken den unterbeschäftigten Flügel ein und beginnen die anrückenden Kolonnen zu beschiessen.

Die Kavallerie holt weit aus.

Die Franzosen stürmen weiter vor, leider kommt die Kavallerie nicht nach.

Die Preussen schwenken im Artilleriefeuer weiter ein und die Reiterei bildet eine Linie.

 

Die Franzosen reagieren, indem sie eine Brigade aus dem Angriff nehmen und die Plänkler auswerfen, um sich hier für ein Feuergefecht vorzubereiten. Auch die Angriffskolonnen lassen erst eine Runde schiessen, bevor sie antreten.

Die Französische Kavalleriebrigade formiert sich zum Angriff auf die durch die Artillerie geschwächten Preussischen Linien.

Die leichten Chasseurs stehen leider den preussischen Kürassieren gegenüber.

Die Angriffskolonnen bekommen erste Treffer.

Die Kürassiere und Dragoner attackieren die Linieninfantrie, die nicht schiessen und nicht in Karree gehen darf. Die Husaren verpatzen die Gegenattacke, nur die preussische Kürassiere kommen den Chasseurs entgegen.

Bei der Infantrie verpatzt die mittlere Einheit die Attacke. Die andere beiden gehen rein, nur eine Linie der Preussen darf schiessen und erzielt 2 Treffer.

Die linke gewinnt, die rechte verliert ihren Nahkampf, aber keine weiteren Auswirkungen, ausser dass die Einheiten schmelzen. Sie waren mal 6 stark.

 

Kavallerie und Infanterie schmelzen noch schneller dahin. In der Attacke haben die Kürassiere die halbe Einheit der Füsiliere erwischt.

Kürassiere gegen Chasseurs schenken sich nichts, aber keiner bricht.

Die französische Artillerie dreht sich auf die Kavallerie ein.

Die Füsiliere nutzen die Gunst der Stunde und greifen die Kolonne in der Flanke an.

Sie drängen zwar die Franzosen zurück, folgen aber selbst nicht nach.

Die Linien liefern sich weiter ein Feuergefecht.

Die Kavallerie greift jetzt frontal die französischen Kanonen an, erreicht aber im Nahkampf durch den Beschuss nur ein unentschieden, die Husaren in der Mitte verweigern den Angriff.

Hier geben die Franzosen auf, sie haben jetzt zwei Standarten gegen die Preussen verloren.

Fazit

Das Spiel hat eine gute Tiefe durch die gegenseitige Unterstützung der Waffen. Gegnerische Plänkler ziehen die Moral herunter, so dass es Einheiten nicht mehr schaffen noch rechtzeitig ein Karree gegen Reiterei zu bilden. Fehlende Artillerieunterstützung ist immer eine schlechte Neuigkeit bei Angriff oder Gegenattacke.

Artillerie ist gut, verteilt aber die Treffer und wirkt erst später richtig. 

Die Treffer werden nicht wie im WM vergessen sondern mitgehalten und wirken sich auf die Moral aus!


Das Spiel hat großen Spaß gemacht, auch wenn es jetzt noch strategisch einfach gehalten war. Es ist in 2,5 h spielbar und erzielt Ergebnisse, die sich richtig anfühlen.

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